Emissionszertifikate
Um der fortschreitenden Klimaerwärmung zu begegnen, hat sich der Großteil der Industrieländer in dem 2005 in Kraft getretenen Kyoto-Protokoll zu einer Begrenzung oder Reduzierung ihrer klimaschädlichen Treibhausgasemissionen, wie zum Beispiel Kohlendioxid (CO2), verpflichtet.
Unter dem Kyoto-Protokoll haben Industrienationen die Möglichkeit, Teile ihres Klimazieles mittels Kauf von handelbaren Emissionszertifikaten aus Klimaschutz-Projekten zu erfüllen. Die entsprechenden Mechanismen heissen "Joint Implementation" (JI) und "Clean Development Mechanism" (CDM). Es werden derzeit Projekte vor allem für CDM vorbereitet. Neben den multilateralen Banken, z.B. Weltbank, sind Österreich und weitere Länder dabei, Klimaprojekte ausarbeiten zu lassen, um später Emissionszertifikate kaufen zu können. Die Ratifikation des Kyoto-Protokolls durch Russland und das Inkrafttreten des Protokolls am 16. Februar 2005 hat diesen Prozess beschleunigt. Eine der grössten Hürden für Projekte, die zur Reduzierung beitragen, ist der lange und relativ teure Prozess bis zur Anerkennung ihrer Reduktionsleistung (Methodologie).
Der geographische Wirkungsbereich des Programms umfasst sowohl CEE-Länder als auch alle Entwicklungs- und Schwellenländer, die das Kyoto-Protokoll ratifiziert haben.
Emissionsminderungen können dabei entweder durch Maßnahmen im eigenen Land oder durch Treibhausgaseinsparungen in anderen Ländern realisiert werden. Im Rahmen des so genannten „Clean Development Mechanism“ (CDM) finanzieren Investoren aus Industrieländern Projekte in Entwicklungsländern, die dort zu einer Minderung der Treibhausgasemissionen führen und gleichzeitig zur nachhaltigen Entwicklung des Gastlandes beitragen.







